Das Dilemma mit der Konfektionsgrösse - Dress-up Journal
2349
post-template-default,single,single-post,postid-2349,single-format-standard,cookies-not-set,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,qode-content-sidebar-responsive,qode-theme-ver-16.0.1,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-5.4.7,vc_responsive

Das Dilemma mit der Konfektionsgrösse

Hey Ihr Lieben

Shoppingtag!!! Endlich darf ich das mühsam ersparte Geld auf dem Kopf hauen. An diesem Tag betrete ich mit voller Vorfreude das erstes Kleidungsgeschäft. Die Augen schweifen während ich durch die Reihen laufe über das angebotene Sortiment. Es dauert gar nicht lange bis ich fündig werde. Die Hose, das Kleid, das T-Shirt mit der Hose… Oh mein Gott, wie cool ist das den… die ausgestellten Kleidungstücke entsprechen absolut meinem Geschmack. In Gedanken sehe ich mich schon, wie ich mit vollgepackten Tüten strahlend den Laden verlasse.

Jetzt steht nur noch eine Tatsache zwischen dem Wunsch und der Realität. Passen mir überhaupt die Kleidungsstücke. Ganz ehrlich, ich verlasse mich schon lange nicht mehr nur auf die Konfektionsgrösse. Sie ist für mich ein Richtwert nicht mehr und nicht weniger. Aus diesem Grund kommt automatisch immer die Grösse S und die M mit. Natürlich sehe ich immer wie ein vollgebackter Esel aus mit all den Teilen, wenn ich zur Umkleidekabine laufe, nur die Fashionindustrie möchte es so. Warum???

Die Schlüsselwörter, die hierbei eine wichtige Rolle spielen, heissen «Image» und «Zielgruppe». Bevor die Marke sich auf den Markt etablieren, definieren sie, welches Image und Zielgruppe sie ansprechen möchten. Wer also seine Mode lieber an schmalen, zierlichen Frauen sehen möchte, lässt seine Konfektionsgrössen kleiner ausfallen, so dass kurvigere Frauen von der Passform fast schon „abgeschreckt“ werden. Andersherum können sich Labels, deren Entwürfe für fülligere Kundinnen gut geeignet sind, mit etwas grösser geschnitten Passform, die trotzdem eine Konfektionsgrösse S oder M ausweisen, erfolgreich bei uns einschmeicheln.

Anstatt mich ihrer Vorgaben zu beugen und eine Crash Diät nach der anderen auszuprobieren, kaufe ich halt eine Nummer grösser oder kleiner ein. Die Vorsetzung, die Kleidung steht mir dann wie angegossen. Kein Fremder erkennt auf Anhieb, welche Grösse ich oder du trägst. Also steht zu eurer Figur. Eine Frau ist mehr als ihre Kleidergrösse wert. Ich sag das nicht nur so, sondern habe es in die Tat umgesetzt.

Erinnert ihr euch an den vorletzten oder vorvorletzten Post. In beiden hatte ich Röcke, die mir eine tolle Figur zauberten, an. Beide wurden am gleichen Tag im gleichen Laden gekauft. Das Paradoxe in einem habe ich die S im anderen die L.

P:S. dieser Blogpost ist entstanden, weil nach zwei Jahren des Shitstroms gegenüber der Modemarke H&M endlich die Konfektionsgrössen in den USA und UK wieder nach oben korrigiert wurden. Ob auch im deutschsprachigen Raum das geschieht, steht noch in den Sternen. Jedoch ist das der Beweis, wenn wir Frauen uns zusammenschliessen, können wir alles erreichen. Auch Modemarken zum Umdenken bewegen. Also lasst uns zusammenschliessen… Was meint ihr???

Eure Sarah

 

Tshirtkleid mit Spitze von BSB (2015)  Fr 79.90

Schnürstiefel von Guess (2017)           Fr 215.00

Halsband von Zara                                     Fr 7.90

Hut aus London (Stadtteil Soho, Vintagestore) GBP 15.00

Fotos von Petra Eigenmann @spiral.photo.atelier

No Comments

Post A Comment