Modegrössen - ein nicht enden wollendes Thema - Dress-up Journal
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Modegrössen – ein nicht enden wollendes Thema

Hey Ihr Lieben

Shoppingtag!!! Endlich darf ich das mühsam ersparte Geld auf dem Kopf hauen. An diesem Tag betrete ich mit voller Vorfreude das erstes Kleidungsgeschäft. Die Augen schweifen während ich durch die Reihen laufe über das angebotene Sortiment. Es dauert gar nicht lange bis ich fündig werde. Die Hose, das Kleid, das T-Shirt zur Hose… Oh mein Gott, wie cool ist das den… die ausgestellten Kleidungstücke entsprechen absolut meinem Geschmack. In Gedanken sehe ich mich schon, wie ich mit vollgepackten Tüten strahlend den Laden verlasse.

Jetzt steht nur noch eine Tatsache zwischen dem Wunsch und der Realität. Passt mir überhaupt das Kleidungsstück. Ganz ehrlich, ich verlasse mich schon lange nicht mehr nur auf die Konfektionsgrösse. Sie ist für mich ein Richtwert nicht mehr und nicht weniger. Aus diesem Grund kommt automatisch immer die Grösse S und die M mit. Natürlich sehe ich immer wie ein vollgebackter Esel aus mit all den Teilen, wenn ich zur Umkleidekabine laufe, nur die Fashionindustrie möchte es so. Warum???

Die Schlüsselwörter, die hierbei eine wichtige Rolle spielen, heissen «Image» und «Zielgruppe». Bevor die Marke sich auf den Markt etablieren, definieren sie, welches Image und Zielgruppe sie ansprechen möchten. Wer also seine Mode lieber an schmalen, zierlichen Frauen sehen möchte, lässt seine Modegrössen kleiner ausfallen, so dass kurvigere Frauen von der Passform fast schon „abgeschreckt“ werden. Andersherum können sich Labels, deren Entwürfe für fülligere Kundinnen gut geeignet sind, mit etwas grösser geschnitten Passform, die trotzdem eine Modegrösse S oder M ausweisen, erfolgreich bei uns einschmeicheln.

Modeketten beharren ohne wenn und aber an ihre Grössenpolitik. Natürlich könnte ich einfach eine Nummer grösser kaufen und schon wäre das Problem gelöst. Bescheiden wird’s, wenn die gewählte Konfektionsgrösse nur noch unförmig an einem herunter schlappert. Oder gar nicht mehr im Laden zu haben ist, sondern NUR noch online.

Liebes Unternehmen – Diversity sieht anders aus. Könnt ihr euch noch erinnern, als H&M vor etwa vier Jahren die Modegrössen änderte? Nach unten… Panisches Baucheinziehen und Luftanhalten in den Kabinen, Heulkrämpfe und Crash-Diäten waren die Folge. Danke H&M! Dass diese Aktion mehr als sch**** war, hat das schwedische Modeunternehmen dann wohl auch kapiert und ändert seine Kleidergrössen erneut. Und Jetzt… Wer glaubt euch noch, das Plus-Size Kund*innen nur Online-Shopping wollen. Deshalb wird HM+ nicht mehr in Läden angeboten. Ich leider nicht mehr. Vielmehr denke ich, dass die Modemarke nur noch Teenies auf den Strassen mit Einkaufstütten sehen möchte, die rank und schlank sind.

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